Aus den Regionen: Mittelhessen Erneuter Warnstreik bei Stanley Feinwerktechnik

Am 23.03. haben die Beschäftigten bei Stanley Feinwerktechnik in Lahnau über alle Schichten hinweg die Arbeit niedergelegt!

Warnstreik bei Stanley Feinwerktechnik


Der Betrieb, der zu Tucker in Gießen gehört, fertigt beinahe ausschließlich für die Gießener Schwesterfirma, wird von dort aus geführt, soll aber keinen Tarifvertrag und damit nicht die gleichen Arbeitsbedingungen bekommen.

Seitdem die Arbeitgeberseite die Gespräche um einen Tarifvertrag ohne Ergebnis beendet hat, ist die Belegschaft weiter geschrumpft. Verträge wurden nicht verlängert, frei gewordene Stellen nicht nachbesetzt, neue Auszubildende soll es nicht geben.

Der ohnehin große Zeitdruck, der auch in der nur schwer nachvollziehbaren Zeit der Kurzarbeit die Belegschaft belastete, steigt somit nur noch mehr. Zwar sollten sich aufgrund der verkleinerten Belegschaft auch die Unternehmensziele anpassen, aber davon ist noch nichts zu spüren.

Das ist eine Geschäftsführung mit reinem Blick auf Profit und ohne Verständnis für die berechtigten Interessen der eigenen Leute. Für die heißt es: für Tucker gearbeitet, von Tucker geführt aber nicht nach Tucker-Tarif bezahlt.

Durch die lange Zeit der Kurzarbeit und Preissteigerungen der vergangenen Jahre stehen die Beschäftigten finanziell enorm unter Druck und jede Person, die auf ein Auto angewiesen ist, weiß: dieser Druck nimmt an der Zapfsäule nur zu.

Wir fordern die Arbeitgeberseite erneut dazu auf diesen Druck der Beschäftigten ernst zu nehmen und endlich ein Angebot zu machen, das sich mindestens auch im Geldbeutel bemerkbar macht.

Wenn die Geschäftsführung aus Gießen weiterhin blockiert, stehen alle Zeichen auf Streik.