Warnstreik bei DEW in Witten: IG Metall setzt starkes Zeichen. Am 8. Juni 2022 versammelten sich etwa 900 Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Edelstahlwerke (DEW) in Witten, um dem Warnstreikaufruf der IG Metall zu folgen. Ihr Ziel war es, ihrer Forderung nach 8,2% mehr Gehalt Nachdruck zu verleihen.

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Meldungen zur Tarifpolitik

Metallhandwerk

Metallhandwerk 2,8 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten im Metallhandwerk Rheinland-Rheinhessen

Koblenz – Die Beschäftigten im Metallhandwerk im Tarifgebiet Rheinland-Rheinhessen erhalten ab April 2026 mehr Geld.

27. März 2026

Tarifrunde Textil

Textilindustrie Ost IG Metall weist Arbeitgeber-Angebot als „Frechheit“ zurück

In der Tarifrunde Textilindustrie Ost spitzt sich kurz vor Ende der Friedenspflicht der Konflikt zu. Zwar legten die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlung in Meerane erstmals ein Angebot vor.

25. März 2026

Tarifrunde Textil

Textilindustrie Ost Beschäftigte fordern 5 Prozent

Die Beschäftigten der Textilindustrie Ost fordern 5 Prozent mehr Geld – mindestens aber 150 Euro, um besonders die unteren Einkommen zu entlasten.

24. Februar 2026

Auszubildende sägt an einer Kreissäge ein Holzbrett zurecht.

Pressemitteilung Thüringen: Tarifabschluss für die holz- und kunststoffverarbeitende Industrie erzielt

Erfurt – Die Entgelte der rund 20.000 Beschäftigten der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie in Thüringen steigen in vier Schritten: Ab 1. Juni 2026 werden die Entgelte um 2%, ab 1. November 2026 um 0,7%, ab 1. April 2027 um 0,8% und ab 1. Juli 2027 um weitere 2,2% angehoben.

3. Februar 2026

Tarifrunde Holz und Kunststoff: Aktionstag bei Dethleffs, Isny im Allgäu

Pressemitteilung Hessen: Tarifabschluss für die holz- und kunststoffverarbeitende Industrie erzielt

Die Entgelte der rund 24.800 Beschäftigten der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie in Hessen steigen in zwei Schritten: Ab 1. Juni 2026 werden die Entgelte um 2 Prozent und ab 1. Juli 2027 um weitere 2,2 Prozent angehoben.

30. Januar 2026

Warnstreik, HVI, Hiddinghausen, mehr Wert mit Tarif

Tarifrunde Holz und Kunststoff IG Metall Mitte erhöht Druck auf die Arbeitgeber

Die Tarifverhandlungen der IG Metall mit den Arbeitgebern der holz und kunststoffverarbeitenden Industrie in Mitte haben bisher zu keiner Annäherung geführt. Die Arbeitgeber waren im vergangenen Jahr nicht bereit, ein angemessenes Angebot zu machen und den Tarifkonflikt zu beenden.

12. Januar 2026

Co2oltec

Tarifflucht Co2oltec: IG Metall-Mitglieder beschließen Tarifforderung

Auch nach der Betriebsversammlung am 4. Dezember in Kassel gilt: Keine Bewegung bei CO2OLTEC. Keine Einsicht.

8. Dezember 2025

Tarifkommission Stahl Saar

Stahl Verhandlungsergebnis für die Beschäftigten in der saarländischen Stahlindustrie erzielt

Saarbrücken – Die IG Metall Mitte konnte in der ersten Tarifverhandlung am Abend des 2. Dezember 2025 ein Tarifergebnis mit dem Stahl-Verband-Saar erzielen. Davon profitieren rund 14.000 Beschäftigten im Tarifgebiet der saarländischen Stahlindustrie.

3. Dezember 2025

Warnstreik, HVI, Hiddinghausen, mehr Wert mit Tarif

Tarifrunde Holz und Kunststoff Wir kämpfen für euch

Die ersten Tarifverhandlungen für die Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie im Bezirk Mitte haben in den Tarifgebieten Hessen und Rheinland-Pfalz stattgefunden. Das Ergebnis? Ernüchternd!

20. November 2025

Warnstreik am 03.11.2022 zur Tarifrunde M+E in Gevelsberg mit Hans-Jürgen Urban
Besser mit Tarif Wie komme ich zu einem Tarifvertrag?

Ob bei Einkommen, Arbeitszeit oder Urlaubsanspruch - mit Tarifvertrag geht's im Betrieb gerechter zu. Für alle, deren Firma bisher nicht tarifgebunden ist, zeigen wir in sechs Schritten, wie sich das ändern lässt.

Gerechtigkeit und Transparenz

In einem Betrieb ohne Tarifvertrag können Chefs nach Gutdünken entscheiden, wer wie viel verdient. Dass führt oft zu Ungerechtigkeit: Zwei Beschäftigte in der gleichen Position, die gleich viel leisten, werden trotzdem unterschiedlich bezahlt. Mit Tarifvertrag sind die Entgelte klar geregelt und transparent.

 

Großer Effekt

Die Zahlen zeigen, wie groß der Effekt von Tarifverträgen für den Einzelnen ist. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Voraussetzung ist und bleibt die Tarifbindung. Die positiven Auswirkungen der Tarifbindung sind nicht aufs Finanzielle beschränkt. Auch in vielen anderen Punkten stehen Beschäftigte mit Tarifvertrag weit besser da als ihre tariflosen Kollegen.

 

Arbeitszeit

48 Stunden pro Woche – so lange darf die wöchentliche Arbeitszeit im langfristigen Durchschnitt höchstens sein. Das regelt das Arbeitszeitgesetz. In tariflosen Bereichen beträgt die Arbeitszeit häufig 40 Stunden oder mehr in der Woche. Mit Tarifvertrag ist die Arbeitszeit dagegen deutlich geringer, in der Metall- und Elektroindustrie beträgt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit zum Beispiel 35 Stunden in den alten Bundesländern, 38 Stunden in den neuen.

 

Urlaub und Urlaubsgeld

Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt bei einer 5-Tage-Woche lediglich 20 Tage im Jahr. Beschäftigte mit Metall-Tarifvertrag haben Anspruch auf 30 Tage, dazu gibt es rund 70 Prozent eines Monatseinkommens als Urlaubsgeld.

 

Weihnachtsgeld

Weihnachtsgeld erhalten 77 Prozent der Beschäftigten mit Tarif, aber nur 42 Prozent der tariflos Beschäftigten.

 

Frauen

Die sogenannte Entgeltlücke – also der Betrag, den Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer – ist in tarifgebundenen Unternehmen deutlich kleiner als in tariflosen.

 

Azubis

Nach der Ausbildung übernommen werden: Diese Aussicht lässt viele Azubis ruhiger schlafen. In der Metall- und Elektro-Industrie und in der Stahlbranche ist die unbefristete Übernahme per Tarifvertrag gesichert, sofern es ein betriebliches Verfahren dazu gibt. Fehlt dieses, gibt es eine 12-monatige Übernahme.

Bei Tarifverhandlungen hat die IG Metall immer wieder besondere Regeln für Auszubildende durchgesetzt: Zum Beispiel, dass Fahrtkosten zur Berufsschule übernommen werden, Ausbildungsvergütungen überproportional steigen oder dass es freie Tage vor Prüfungen gibt.

 

Leiharbeit

Beschäftige bei Leiharbeitsfirmen erhalten in vielen Branchen der IG Metall Zuschläge. Die Branchenzuschläge verkleinern die oftmals bestehende Entgeltlücke zur Stammbelegschaft.

Für Leiharbeitnehmer, die in der Metall- und Elektroindustrie eingesetzt sind, hat die IG Metall außerdem in den Tarifverträgen „Leih- und Zeitarbeit“ vereinbart: Spätestens nach 24 Monaten Einsatzzeit müssen Betriebe Leiharbeitern einen festen Arbeitsplatz anbieten. Zudem müssen die Firmen mit dem Betriebsrat verhandeln, wenn sie Leiharbeitnehmer einsetzen wollen.

 

Bildung

Viele Berufe werden ständig anspruchsvoller. Die IG Metall verschafft den Beschäftigten bessere Fortbildungsmöglichkeiten. Dazu gibt es Tarifverträge über betriebliche Weiterbildung. Die Tarifrunde 2015 hat außerdem den Einstieg in die Bildungsteilzeit gebracht. Metall- und Elektro-Beschäftigte können sich nun freistellen lassen, wenn sie sich weitebilden oder studieren möchten. Die Rückkehr in eine Vollzeitbeschäftigung ist garantiert.

 

Altersteilzeit

Flexible Übergänge in die Rente – das wünschen sich viele. Die Beschäftigtenbefragung der IG Metall hat ergeben, dass nur ein Drittel der Menschen glaubt, bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten zu können. Mit Tarifverträgen der IG Metall können viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Altersteilzeit gehen, zum Beispiel in der Metall- und Elektro- und in der Stahlindustrie mit ihren körperlich fordernden Berufen.

 


Tipp: Für Beschäftigte lohnt es sich, schon bei der Jobsuche auf die Tarifbindung von Unternehmen zu achten. Und wenn es in einem Betrieb keinen Tarifvertrag gibt, muss das kein Dauerzustand bleiben. Aktive Belegschaften können einen Tarifvertrag erkämpfen. Rat und Hilfestellung gibt es in den Geschäftsstellen der IG Metall.