Aus den Regionen: GS Koblenz Zweiter Warnstreik bei Erlenbach im Rhein-Lahn-Kreis - Beschäftigte erhöhen Druck in laufender Tarif

Am Mittwoch, 3. Juni 2026 wurde es erneut laut und kämpferisch im kleinen Lautert im Rhein-Lahn-Kreis. Die Beschäftigten des ortsansässigen Maschinenbauunternehmens Erlenbach setzten ihre Warnstreikaktionen fort und erhöhten damit den Druck auf die Arbeitgeberseite in der laufenden Tarifrunde.

Warnstreik Erlenbach


Nach einem ersten Warnstreik Ende Mai beteiligten sich erneut rund 60 Kolleginnen und Kollegen an der Arbeitsniederlegung. In einer Demonstration zogen die Beschäftigten ab 11 Uhr durch den Ort und versammelten sich zur Kundgebung am örtlichen Dorfgemeinschaftshaus.

Hintergrund ist die weiterhin ergebnislose Tarifrunde. Auch in der dritten Verhandlung am 28. Mai konnte keine Einigung erzielt werden. Die IG Metall Mitglieder fordern eine Erhöhung der Entgelte von 5 Prozent, mindestens jedoch 200 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Arbeitgeberseitig werden aktuell nur 2 Prozent Erhöhung auf 14 Monaten angeboten. Weitere Themen wie eine Mindesterhöhung und Beschäftigungssicherungselemente lehnt die Arbeitgeberseite ebenso ab.

„Für unsere Kolleginnen und Kollegen steigen die Preise aktuell durch die Inflation um rund drei Prozent.“ so Andreas Friedrich, Mitglied der betrieblichen Tarifkommission und Betriebsratsvorsitzender bei Erlenbach. „Daneben hat das Unternehmen trotz der wirtschaftlich insgesamt schwierigen Lage im vergangenen Jahr ein ordentliches Ergebnis erzielt. Unsere Kolleginnen und Kollegen verstehen daher nicht, dass der Arbeitgeber auch in der dritten Verhandlung nicht einmal ein inflationsausgleichendes Angebot vorlegt.“ Die Arbeitnehmerseite hätte in der Verhandlung viele Vorschläge gemacht. Dabei ginge es nicht nur um reine Entgelterhöhungen, sondern auch um beschäftigungssichernde Elemente oder um eine soziale Komponente in Form einer Mindesterhöhung. Diese werden von Arbeitgeberseiten weiter abgelehnt.

Bereits beim ersten Warnstreik am 22. Mai hatten die Beschäftigten ihre Forderungen unterstrichen und den Betrieb zeitweise zum Stillstand gebracht.

Mit dem erneuten, nun länger angelegten Warnstreik machen die Beschäftigten deutlich, dass sie bereit sind, ihre Interessen mit Nachdruck zu vertreten. Gleichzeitig betonen sie weiterhin ihre Verhandlungsbereitschaft.

„Wir wollen keine Eskalation, sondern tragfähige Lösungen am Verhandlungstisch erreichen“, betont Stefanie Majer, Verhandlungsführerin der IG Metall Koblenz. „Mit einer Entgelterhöhung deutlich unter der aktuellen Inflationsrate sind die Beschäftigten nicht einverstanden. Es bleibt uns daher keine Möglichkeit, außer durch Streiks den Druck zu erhöhen. Die Beschäftigten bei Erlenbach zeigen heute deutlich ihre Bereitschaft für faire Entgelte zu kämpfen.“

Im Rahmen des zweiten Warnstreiks kam der Betrieb bei Erlenbach ab dem späten Vormittag zum Erliegen. Die nächste Tarifverhandlung ist für Donnerstag, den 11. Juni, angesetzt.

Beim Unternehmen Erlenbach besteht seit 2014 ein Haustarifvertrag. Die Beschäftigten haben sich diesen in der Vergangenheit erkämpft und entwickeln ihn seitdem in regelmäßigen Tarifrunden weiter.

Aktuelles aus dem Bezirk Mitte
Tarifkommission Metall- und Elektroindustrie

Tarifbewegung Metall- und Elektroindustrie in Mitte Forderungsbeschluss für Metall- und Elektroindustrie

Die IG Metall Mitte hat am 22. September für die rund 388.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ihre Forderung für die anstehende Tarifbewegung beschlossen. Die IG Metall wird mit einer Forderung nach 5 Prozent mehr Geld für 12 Monate in die Verhandlungen mit den Arbeitgebern gehen.

IG Metall Mitgliederversammlung ZF Koblenz

ZF Koblenz Einigung zur Standortsicherung erreicht

Nach rund einem Jahr intensiver Verhandlungen zwischen der IG Metall Koblenz, dem Betriebsrat und der Arbeitgeberseite der ZF in Koblenz konnte ein Durchbruch erzielt werden.

Logo Mann+Hummel

Aus den Regionen: GS Ludwigshafen-Frankenthal Arbeitgeber lehnen Alternativkonzept vollständig ab

Ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Die Arbeitgeberseite von MANN+HUMMEL hat das von Betriebsrat und IG Metall Ludwigshafen-Frankenthal gemeinsam mit den Beschäftigten entwickelte Alternativkonzept am heutigen Tag vollständig abgelehnt.

Aktionstag am 21.9.2026

bundesweiter Aktionstag: GS Wiesbaden und Limburg Zukunft statt Kahlschlag bei den Beschäftigten in Wiesbaden und Limburg

Gestern haben die Kolleginnen und Kollegen bei Federal Mogul Wiesbaden und bei Elring Klinger in Limburg ein klares Zeichen gesetzt: Für sichere Arbeitsplätze, starke Standorte und Investitionen in die Zukunft.

Ruhrpott Rebellion am 07.07.2026

#hartverdient 26. September: Bundesweiter Aktionstag für soziale Politik

Länger arbeiten, weniger Rente, Einschnitte bei der Pflege: Der Angriff auf den Sozialstaat wird immer heftiger. Am 26. September stemmen sich Metallerinnen und Metaller dagegen. Beim Aktionstag „Hart verdient“ geht es in 15 deutschen Städten auf die Straße, u.a. in Frankfurt, Erfurt und Saarbrücken

2. Warnstreik AIOS

Tarifverhandlung ohne Ergebnis Blockade durch aios - Forderungen IG Metall abgelehnt: ANGEBOT NULL

Respektlosigkeit hat Folgen: Ultimatum der Tarifkfkommission der IG Metall. Die Geschäftsführung von aios steuert auf einen langen Arbeitskampf zu.

Aktionstag Daimler und GLC Wörth

Aktionstag bei Daimler Truck und Mercedes-Benz GLC Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenarbeit ist unsere stärkste Marke

Mit einer eindrucksvollen Kundgebung setzten die Beschäftigte von Daimler Truck und Mercedes-Benz GLC heute im Rahmen des bundesweiten Aktionstags ein deutliches Zeichen für den Erhalt von Arbeitsplätzen, gute Tarifverträge und eine sozial gerechte Transformation der Industrie.

Aktionstag 21.09.2026 Daimler Truck Wörth

bundesweiter Aktionstag: GS Landau 800 Beschäftigte bei Daimler Truck in Wörth setzen ein Zeichen

Rund 800 Beschäftigte von Daimler Truck haben sich heute an einer Protestkundgebung vor dem Werkstor in Wörth beteiligt. Anlass war der bundesweite Aktionstag der IG Metall gegen Stellenabbau, Werksschließungen und den zunehmenden Druck auf die Beschäftigten in der Automobilindustrie.

Automobil-Aktionstag 21. September 2026

Bundesweiter Aktionstag: GS Nordhessen Beschäftigte der Autoindustrie fordern sichere Arbeitsplätze

Unter dem Motto „Jetzt reicht’s!“ haben Beschäftigte der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer heute in Kassel und Bebra gegen den Abbau von Arbeitsplätzen und für den Erhalt ihrer Standorte demonstriert.

Aktionstag 2026

bundesweiter Aktionstag: GS Eisenach 2.000 Beschäftigte setzen Zeichen für den Industriestandort Westthüringen

Mit aktiven Mittagspausen, Betriebsversammlungen und Betriebsratssprechstunden haben rund 2.000 Beschäftigte in Westthüringen ihren Forderungen Nachdruck verliehen: Die Zukunft der Industrie darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.

Aktionstag bei Mercedes Benz, Daimler, in Sindelfingen gegen die Angriffe auf Beschäftigten in der Automobilindustrie.

Bundesweit Aktionen in der Automobilindustrie „Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke”

Angesichts der koordinierten Angriffe der Arbeitgeber auf Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen in der Automobilindustrie ruft die IG Metall zu einem bundesweiten Aktionstag auf.

Aktionstag - Weil das JETZT zählt! 15. März 2025

Zukunft statt Kahlschlag - Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke Aktionstag bei Daimler Truck in Wörth und Mercedes-Benz (GLC) in Germersheim

Die massiven Angriffe auf die Beschäftigung an den deutschen Automobil- und Zulieferstandorten sind beispiellos. Hunderttausende Beschäftigte bangen um ihren Arbeitsplatz, ganze Regionen um ihren Wohlstand.