Opa malt mit seiner Enkeltochter ein Bild mit Wachsmalstiften. Sie sitzt dabei auf seinem Schoß.

Mitmachen
AGA

Die IG Metall ist eine Gewerkschaft fürs Leben – auch für die Zeit des Ruhestands. Viele Mitglieder engagieren sich nach ihrem Renteneintritt weiter in der IG Metall. Was sie dort tun und wie man mitmachen kann.

IG Metall - Gewerkschaft fürs Leben


AGA

Was ist "AGA"?

AGA steht für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit.

„AGA ist die allgemeine (außerbetriebliche) Gewerkschaftsarbeit für und mit Mitgliedern (unabhängig von ihrer Lebenssituation), die über betriebliche Organisationsstrukturen nicht erreicht werden. Senioren – und Erwerbslosenarbeit sind genauso Bestandteile der außerbetrieblichen Gewerkschafts- und Mitgliedergruppenarbeit wie auch andere Mitgliedergruppen, die nicht durch betriebliche Strukturen betreut werden (Einzelzahler 1 %).

Bedeutung der AGA-Arbeit für die IG Metall

Der gesellschaftliche und betriebliche Altersstrukturwandel betrifft auch die IG Metall und stellt neue Anforderungen. Für die Gewerkschaftsarbeit in einer alternden Gesellschaft bedeutet das, dass den spezifischen Interessenlagen der wachsenden Gruppe der älteren Beschäftigten und der Rentnerinnen und Rentner eine besondere Bedeutung zukommt. Das gilt etwa für Fragen der altersgerechten Arbeitsgestaltung oder des Berufsausstiegs ebenso wie für Rentenangelegenheiten, die Pflege von Angehörigen oder Patientenrechte. Und: der wachsenden Gruppe der Älteren kommt auch aus organisationspolitischen Gründen größere Bedeutung zu.

Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit trägt dazu bei, die anstehenden gewerkschaftlichen Aufgaben zu bewältigen: Durch Präsenz in den Wohngebieten und persönliche Ansprache, ob bei Sprechstunden vor Ort oder im Infobus, bei Rückholgesprächen, Mitgliederversammlungen oder an der Telefonhotline: Rentnerinnen und Rentner und Erwerbslose sind vielfach aktiv im Einsatz für die IG Metall. Dabei ist der direkte Kontakt zum Mitglied entscheidend.

Viele „AGA-Aktivisten“ arbeiten in kommunalen und regionalen Seniorenbeiräten und engagieren sich bei der Betreuung und Interessenvertretung Älterer. Sie sind ein Bindeglied der älteren Mitglieder zur IG  Metall. Auch die Mitwirkung in sozialen und karitativen Organisationen ist vor allem bei den älteren Aktiven weit verbreitet. IG Metall-Mitglieder werden als Personen wahrgenommen, die sich auch im Alltag für ihre Mitmenschen einsetzen. Diese Beispiele des Engagements zeigen die IG Metall als lebendige Mitglieds- und Beteiligungsgewerkschaft auch in der Öffentlichkeit.


Leistungen der IG Metall für Rentner*innen und Erwerbslose


AGA

Beim Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsleben und Wechsel in Altersteilzeit oder Rente sowie im Fall von Erwerbslosigkeit lohnt es sich, weiterhin Mitglied zu bleiben. Denn im Interesse ihrer 2,2 Millionen Mitglieder setzt sich die IG Metall nicht nur für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen ihrer in den Betrieben beschäftigten Mitglieder ein, sondern auch für diejenigen, die nicht (mehr) im Betrieb sind. Insbesondere geht es um bessere sozialpolitische Rahmenbedingungen. So kämpft die IG Metall für eine alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung, damit ältere Arbeitnehmer die Chance  haben, gesund in Rente zu gehen. Wir wollen flexible Ausstiegsmöglichkeiten aus dem Berufsleben statt „Rente mit 67“. Das Rentenniveau muss angehoben und Altersarmut bekämpft werden. Für die gesetzliche Rente sollte als Maßstab wieder die Sicherung des Lebensstandards gelten.

Volle Leistung – halber Beitrag

Rund 500.000 Rentner/innen sind Mitglied der IG Metall und verleihen unseren Aktivitäten und Forderungen Rückhalt und Legitimation. Wenn Gewerkschaften durch erfolgreiche Tarifpolitik  Einkommenssteigerungen durchsetzen, nutzt dies auch den Rentnerinnen und Rentnern. Denn im Regelfall gilt: Ohne Lohnsteigerung keine Rentenerhöhung. Darüber hinaus stehen unseren Mitgliedern für einen Beitrag von 0,5 Prozent der Bruttorente alle Leistungen der IG Metall weiterhin zu. Für  Erwerbslose gilt ein monatlicher reduzierter Beitrag von 1,53 Euro.

Metallzeitung und andere Informationen

Das monatliche Mitgliedermagazin mit interessanten Berichten, Reportagen und nützlichen Tipps und Ratgeberseiten wird auch Rentnerinnen und Rentnern sowie Erwerbslosen zugeschickt. Sie haben selbstverständlich auch kostenfreien Zugang zu allen weiteren Mitglieder-Informationen der IG Metall (Broschüren, Ratgeber etc.) – auch im Internet.

Freizeit-Unfallversicherung

Wer in der Freizeit einen Unfall erleidet, erhält bei Krankenhausaufenthalten von wenigstens 48  Stunden eine einmalige Entschädigung bis zum 30-fachen des monatlichen Mitgliedsbeitrags (maximal 51,13 Euro pro Tag der stationären Behandlung). Im Todesfall erhalten die Hinterbliebenen den 200-fachen Monatsbeitrag. Näheres regelt § 26 der IGM-Satzung. Bei der Berechnung der Leistungen wird ein Mindestmonatsbeitrag von 5,11 Euro zugrunde gelegt.

Rechtsberatung und Rechtsschutz

Nach § 27 der Satzung gewährt die IG Metall ihren Mitgliedern – also auch Rentnerinnen und Rentnern sowie Erwerbslosen – auf Antrag Rechtsschutz und zwar bei:

  • Prozessen vor den Sozialgerichten, wenn es um Forderungen gegen Sozialversicherungsträger (z. B. Rentenversicherung, Kranken- und Pflegekassen), die Arbeitsagentur, Jobcenter, Berufsgenossenschaften oder Versorgungsämter geht
  •  Ansprüchen aus der Pflegeversicherung, aus Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder auf Wohngeld
  •  Arbeitsrechtlichen Streitigkeiten im Zusammenhang mit Nebentätigkeiten von Rentnerinnen und Rentnern und deren Arbeitgebern.

Unterstützung in Notfällen

Nach § 28 der Satzung können Mitglieder, die in eine außerordentliche Notlage geraten, eine  Unterstützung erhalten.

Unterstützung bei Sterbefällen

Beim Tode eines Mitglieds wird gemäß § 30 der Satzung – gestaffelt nach der Dauer der Mitgliedschaft – mindestens das 15-fache und höchstens das 31,5-fache der maßgebenden Monatsbeiträge ausbezahlt. Beim Todesfall der Lebensgefährtin/des Lebensgefährten beträgt die Unterstützung die Hälfte der obigen Sätze.

Du hast Fragen zur Außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit
Thema Rente
IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

PRESSESTATEMENT IG Metall zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses

Die heute vorgestellten Ergebnisse des Koalitionsausschusses kommentiert die Erste Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner:

2. Juli 2026

Berlin, Regierungsviertel, Politik

Reformpaket der Bundesregierung Weitere Einschnitte für Beschäftigte trotz Entlastungen

Das Reformpaket der Koalition ergibt ein gemischtes Bild. Neben spürbaren steuerlichen Entlastungen kommt es zu Eingriffen in Arbeitnehmerrechte. Mit den bereits angekündigten Reformen bei Rente, Pflege und Gesundheit bleibt eine deutliche Schieflage für Versicherte und Beschäftigte.

2. Juli 2026

Eine Schreinerin mit Gehörschutz und Schutzbrille arbeitet in einer Werkstatt mit Holz.

DGB-Rentenkommission So retten wir die Rente: aber gerecht!

Die Rentenkommission der Gewerkschaften hat ihr Konzept für eine gerechte Rente vorgelegt. Wir erklären, was drinsteckt – und wo wir Alternativen zum Rentenplan der Bundesregierung vorschlagen.

26. Juni 2026

Thorsten Link ist Mitarbeiter beim Autozulieferer AVO Carbon in Frankfurt am Main

Rentenreform Wo die Rentenkommission richtig liegt – und wo nicht

Eine Kommission hat Vorschläge für eine große Rentenreform geliefert. Die Bundesregierung will diese Vorschläge nun schnell umsetzen. Die Pläne enthalten einige positive Ansätze, aber auch manche falsche Signale. Ein Überblick.

24. Juni 2026

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

PRESSESTATEMENT Stabilität und Verlässlichkeit bei der Rente!

Vorschläge der Alterssicherungskommission erfordern Debatte +++ Die heute vorgelegten Vorschläge der Alterssicherungskommission bewertet die IG Metall:

23. Juni 2026

Azubi Tim Jannik Bangel bei Schunk in Heuchelheim

Gesetzliche Rente Rentenalter hoch? Diese Argumente sprechen dagegen

68, 69 oder gar 70 Jahre: Die geplante Rentenreform der Bundesregierung enthält auch ein höheres Rentenalter. Mit der Lebensrealität arbeitender Menschen hat das wenig zu tun. Unsere Argumente gegen das Arbeiten ohne Ende.

23. Juni 2026

Manuel Fest, Betriebsrat bei DBL Böge in Duisburg.

Rentenreform „Rente ab 63“: Warum wir sie unbedingt erhalten müssen

Wer 45 Jahre in die Rentenkasse einzahlt, hat sich den Ruhestand verdient. An diesem Grundsatz sollten wir nicht rütteln. Denn sonst drohen massive Ungerechtigkeiten.

22. Juni 2026

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

Pressestatement IG Metall zu Alterssicherungskommission

Die Medienberichte über die Ergebnisse der Alterssicherungskommission („Rentenkommission“) kommentiert Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall:

21. Juni 2026

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

PRESSESTATEMENT Rente mit 70 bedeutet Rentenkürzung für Junge

Medienberichte zu Plänen der Rentenkommission für eine Rente mit 70 kommentiert IG Metall-Sozialvorstand Hans-Jürgen Urban:

21. Mai 2026

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

Pressestatement Gesetzliche Rente nicht weiter schleifen!

Die Forderung von Bundeskanzler Friedrich Merz, die gesetzliche Rentenversicherung zu einer „Basisabsicherung“ umzubauen, kommentiert IG Metall-Sozialvorstand Hans-Jürgen Urban:

21. April 2026

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

PRESSESTATEMENT Milliarden an Steuern für die Finanzwirtschaft ohne Perspektive für gute Renten

IG Metall kritisiert +++ Anlässlich der zweiten und dritten Lesung des Altersvorsorgereformgesetzes heute im Bundestag sagt IG Metall-Sozialvorstand Hans-Jürgen Urban:

27. März 2026

Ein älterer und ein jüngerer Arbeitnehmer in einem Betrieb.

Drei-Säulen-Modell gescheitert Altersvorsorge: Warum es ohne starke Rente nicht geht

Die Rechnung der Politik war simpel: Rente plus Betriebsrente plus private Vorsorge ist gleich gesicherter Lebensstandard im Alter. Doch dieser Plan funktioniert seit 25 Jahren nicht. Die gesetzliche Rentenversicherung bleibt für die meisten Menschen unersetzlich. Deshalb sollten wir sie stärken.

25. Februar 2026