Aus den Regionen: GS Darmstadt Warnstreik bei Betonstahl Lampertheim am 23. Juni

IG Metall ruft Beschäftigte zu Warnstreik und Protest auf – „Gute Arbeit verdient gerechte Entlohnung, Respekt und Tarif!“

Warnstreik IGMetall Saarbrücken - ZF Friedrichshafen AG<br/>am 08.11.2024 - Arbeitsniederlegung für die Früh- und Tagschicht - Kundgebung


Die IG Metall Darmstadt ruft die Beschäftigten der Betonstahl Lampertheim GmbH (dem italienischen Stahlkonzern Riva Group zugehörig) am Dienstag, 23. Juni 2026, von 12 bis 15 Uhr zu einem Warnstreik vor dem Werkstor ( Küblinger Weg 8, 68623 Lampertheim) auf. Hintergrund ist die Weigerung des Unternehmens, das bereits im November 2024 ausgehandelte Tarifergebnis der Metall- und Elektroindustrie Hessen zu übernehmen. 

Konfliktlage: Tarif verweigert trotz guter Zahlen 

Die Geschäftsführung begründet ihre Haltung mit gestiegenen Kosten, schwieriger Baukonjunktur und hohen Krankenständen. Die IG Metall weist diese Darstellung entschieden zurück: Die wirtschaftlichen Kennzahlen zeigen seit Jahren durchgehend positive Ergebnisse und eine stabile Ertragslage. Auch die behaupteten „zu hohen Personalkosten“ sind laut vorliegenden Zahlen nicht belegbar. 

IG Metall: „Kein Grund für Abweichung vom Tarif“

„Hier wird eine Krise herbeigeredet, die es so nicht gibt. Während Gewinne erwirtschaftet und abgeführt werden, sollen die Beschäftigten auf tarifliche Verbesserungen verzichten“, kritisiert Verhandlungsführer Tom Kehrbaum von der IG Metall Darmstadt. Die zusätzlichen Kosten aus dem Tarifabschluss bewegen sich laut Analyse in einem Rahmen, der keine wirtschaftliche Schieflage verursacht. Zugleich profitiert das Unternehmen perspektivisch von sinkenden Energiepreisen und staatlichen Entlastungen.

Beschäftigte fordern Respekt statt zunehmenden Arbeitsdruck 

Die Belegschaft zeigt sich kämpferisch: Sie ist bereit, weiterhin zum Erfolg des Unternehmens beizutragen – erwartet dafür aber faire Bezahlung, sichere und - angesichts der zunehmenden Belastungen im Werk - bessere und gesündere Arbeitsbedingungen und Anerkennung ihrer Leistung. Aus Sicht der IG Metall lenkt der Arbeitgeber von eigentlichen Problemen ab: Fragen von Arbeitsbedingungen, Gesundheitsschutz und Personalpolitik würden nicht gelöst, stattdessen würden Beschäftigte unter Druck gesetzt. Seit Monaten verweigert das Management die Wiederaufnahme von Verhandlungen. Die Beschäftigen sind wütend und wollen dieses Verhalten nicht länger hinnehmen. 

Mit dem Warnstreik setzen die Beschäftigten ein deutliches Zeichen: Tarifflucht und unbegründete Einsparforderungen werden nicht akzeptiert. „Wer gute und harte Arbeit leistet, hat Anspruch auf die vereinbarten Tariferhöhungen – ohne Wenn und Aber.“

Aktuelles aus dem Bezirk Mitte
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Mit einem dritten Warnstreik haben die Beschäftigten der Betonstahl Lampertheim GmbH heute ihren Forderungen nach einer fairen tariflichen Lösung Nachdruck verliehen.

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Großes Interesse und deutliche Kritik prägten die beiden Mitgliederversammlungen am 7. Juli 2026. Der Unmut über den Kurs des Arbeitgebers wächst spürbar.

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2026-07-09_Protestaktion-VW-Baunatal

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Aktion bei Mercedes-Benz in Germersheim

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IG Metall startet Protestwelle bei Autoherstellern und Zulieferern. Beschäftigte kritisieren Rendite-Politik und geplanten Rechte-Abbau der Konzernführung.

Zukunft statt Kahlschlag in den Betrieben. Offensive Politik für die Industrie. Soziale Sicherheit im Wandel.

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Der Sozialstaat steht wieder unter Beschuss. Kaum entstehen wirtschaftliche oder gesellschaftliche Herausforderungen, folgen Forderungen aus Politik und Arbeitgeberverbänden: länger arbeiten, Leistungen kürzen, soziale Sicherungssysteme beschneiden. Warum das in die falsche Richtung führt.

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Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG und Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, äußern sich in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Landeshaus in Wiesbaden

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Im Rahmen des Gießerei-Dialogs Hessen hat sich Staatssekretär Dr. Johannes Loheide heute Vertreterinnen und Vertreter der hessischen Gießerei-Industrie, der IG Metall, des Bundesver-bands der deutschen Gießerei-Industrie, Betriebsräte und Unternehmensleitungen getroffen.