„Jetzt reicht’s!“ 33.000 Mercedes-Benz-Beschäftigte fordern Zukunfts-Bekenntnis

IG Metall startet Protestwelle bei Autoherstellern und Zulieferern. Beschäftigte kritisieren Rendite-Politik und geplanten Rechte-Abbau der Konzernführung.

Aktion bei Mercedes-Benz in Germersheim


Frankfurt am Main/Stuttgart – Mit bundesweiten Aktionen an allen Mercedes-Benz-Standorten haben am Freitag über 33.000 Beschäftigte gemeinsam mit der IG Metall ein deutliches Signal gesetzt: gegen eine unbezahlte Erhöhung der Arbeitszeit auf 40-Stunden, Einschnitte bei tariflichen Leistungen, überzogene Dividenden und einen Kürzungskurs des Konzerns auf dem Rücken der Belegschaft. Damit startete die IG Metall eine Protestwelle für bessere Perspektiven statt Einschnitte: In den kommenden Wochen plant die Gewerkschaft ähnliche Proteste auch bei anderen Autoherstellern und Zulieferern.

Unter dem Motto „Jetzt reicht’s! Standorte sichern, Tarifstandards verteidigen!“ zogen am Vormittag und Mittag Mercedes-Benz-Beschäftigte vor die Werkstore. Vom Konzern und der Regierungskoalition forderte die IG Metall mit dem Betriebsrat sichere Arbeitsplätze, Perspektiven für die Standorte sowie unangetastete tarifliche und soziale Sicherheit. Hintergrund sind falsche Prioritäten und Pläne der Konzern-Führung bei Mercedes-Benz. Während der Vorstand von einer „Produktivitätsoffensive“ mit Einschnitten bei Arbeitszeiten und Leistungen diskutiert, wächst bei den Beschäftigten die Sorge um die deutschen Standorte, Einkommen und Perspektiven.

Unter anderem fanden Kundgebungen mit Teilnehmer*innen von Mercedes-Benz-Werken und Tochterunternehmen aus Stuttgart (Zentrale) und Untertürkheim, Sindelfingen, Bremen, Rastatt und Kuppenheim, Berlin/Marienfelde, Düsseldorf, Affalterbach und Germersheim.

Weitere Beschäftigten-Aktionen sollen laut IG Metall beim Volkswagen-Konzern folgen.

Aktuelles aus dem Bezirk Mitte
Demo Herborn 11. September 2026

Demo & Kundgebung, Herborn, Marktplatz, 11.09.2026 Rote Karte gegen Arbeitsplatzabbau, Sozialkahlschlag und Angriffe auf Tarifverträge

Jetzt gemeinsam Haltung zeigen! Kommt am 11. September nach Herborn. Hauptredner ist Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte.

28-26-ZF-Beschäftigte-senden-klares-Signal-1

Aus den Regionen: GS Koblenz ZF-Beschäftigte senden klares Signal und erwarten Antworten vom Arbeitgeber!

Mehrere Hundert Beschäftigte des ZF-Standorts Koblenz haben am 20.August während der laufenden Verhandlungen zur Zukunft des Standorts ein deutliches Zeichen gesetzt.

MAN Pausenaktion 26-08-18

Aus den Regionen: GS Trier Ohne Zukunft keine Unterschrift

Nach zähen Verhandlungen warten die KollegInnen auf das schriftliche Angebot des Arbeitgebers. Knackpunkt ist die Mindestbetriebsgröße, die die Tarifkommission als Mindestbeschäftigtenzahl festschreiben möchte. Nur so ist der Standort in Wittlich wirklich gesichert und kann zeigen, was er kann.

IGM Aktion VW Wolfsburg

Am 21. September wird es laut Bundesweiter Aktionstag: Beschäftigte der Autoindustrie wehren sich gegen Kahlschlag

Die Beschäftigten der Autoindustrie leisten Widerstand gegen die Spar- und Verlagerungsfantasien ihrer Konzernbosse. Beim bundesweiten Aktionstag werden sie ein deutliches Zeichen setzen: Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht durch Sparen, sondern durch Investitionen.

Christoph Ellinghaus bei einer Kundgebung im Jahr 2022 in Jena

Nachruf Die IG Metall Mitte trauert um Christoph Ellinghaus

Christoph Ellinghaus, langjähriger Bevollmächtigter der IG Metall Jena-Saalfeld und Gera, ist Anfang der Woche im Alter von 56 Jahren völlig unerwartet verstorben.

 Christiane Benner mit Franziska Wolf bei Kelvion

Streik IG-Metall-Vorsitzende Benner bei Kelvion

Solidarität mit den Streikenden bei Kelvion: Christiane Benner (Erste Vorsitzende der IG Metall) besuchte die Beschäftigten im unbefristeten Streik in Wilchwitz. Franziska Wolf, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Jena-Saalfeld/Gera, empfing sie vor Ort zum Gespräch mit den Kolleginnen und Kollegen.

Sie haben Aufträge bis nächstes Jahr, sind profitabel – und dennoch will Kelvion die Produktion von Wärmetauschern in Wilchwitz (Thüringen) wegverlagern. Dahinter steckt der US-Finanzinvestor Apollo. Nach vier Verhandlungen und fünf Warnstreiks sind die 300 Beschäftigten seit 4. August im Streik.

Aus den Regionen: GS Jena-Saalfeld und Gera Kelvion-Streikende besuchen Schwesterwerk in Niedersachsen

Solidarität bei Kelvion: Streikende aus dem Werk Wilchwitz besuchten heute ihre Kolleginnen und Kollegen in Sarstedt. Mit einer Aktion zum Schichtwechsel unterstützten die Beschäftigten des Schwesterwerks die Forderung nach einem Sozialtarifvertrag angesichts der geplanten Werksschließung.

 Thüringer Arbeitsministerin Katharina Schenk im Streikzelt bei Kelvion

neunter Streiktag Arbeitsministerin Schenk unterstützt Streikende bei Kelvion

Mit einem Besuch unterstützt die Thüringer Arbeitsministerin Katharina Schenk die Streikenden bei der Kelvion Brazed PHE GmbH in Wilchwitz.

Wehende IG Metall-Fahnen.

Aus den Regionen: GS Hanau-Fulda Schock in Gründau: Lear kündigt Werkschließung an

Schockierende Nachrichten für die Belegschaft des Automobilzulieferers Lear in Gründau. Das Management hat angekündigt, Produktion und Logistik am Standort vollständig stillzu legen.

zusammen stark

Solidarität zeigen - Streik unterstützen Spendenaufruf für Erzwingungsstreik bei Kelvion

Am 8. Mai hat das Management bei Kelvion verkündet, den Betrieb in Wilchwitz zu schließen und die Produktion nach Westen zu verlagern. Am gleichen Tag kündigte das Management an, nun millionenschwer am Standort in Sarstedt investieren zu wollen.

2026-07-09_Protestaktion-VW-Baunatal

21.September Aktionstag der Beschäftigten in der Automobil- und Zulieferindustrie!

Am 21. September wird die IG Metall ganztägig und bundesweit Aktionen und Proteste an den deutschen Automobilstandorten veranstalten.

Tarifbefragung Elisenhütten

Aus den Regionen: GS Koblenz Tarifbefragung und „Rote Karte gegen den sozialen Kahlschlag“ bei der MEN in Nassau

An zwei Ansprachetagen sammelten die IG Metall-Vertrauensleute des Metallwerks Elisenhütte Nassau (MEN) Rückmeldungen zur Tarifbefragung der IG Metall Koblenz und beteiligten sich gleichzeitig an der Aktion „Rote Karte gegen den sozialen Kahlschlag“ des DGB in Rheinland-Pfalz.