Aus den Regionen: GS Koblenz ZF-Beschäftigte senden klares Signal und erwarten Antworten vom Arbeitgeber!

Mehrere Hundert Beschäftigte des ZF-Standorts Koblenz haben am 20.August während der laufenden Verhandlungen zur Zukunft des Standorts ein deutliches Zeichen gesetzt.

21. August 2026 21. August 2026


Sie versammelten sich spontan vor dem Verhandlungsgebäude vor der Firmenzentrale in Koblenz in ihrer Mittagspause, um vom Arbeitgeber Antworten für die stockenden Verhandlungen zu erhalten. 

Die Verhandlungen zur Zukunft des Standortes sind am 20. August wieder aufgenommen worden. Die Beschäftigten am Standort Koblenz versammelten sich während der laufenden Verhandlungen vor der Firmenzentrale, um Antworten für die stockenden Verhandlungen vom Arbeitgeber zu erhalten. Trotz der Aufforderung gaben die Konzernverantwortlichen keine Stellungnahme gegenüber den besorgten Beschäftigten ab. Aufgrund der ausbleibenden Reaktion der Konzernverantwortlichen wandten sich Vertreter des Betriebsrats und der IG Metall an die anwesenden Beschäftigten. 

„Wir hatten bereits im Juni gute Lösungen erarbeitet, mit denen der ZF-Standort Koblenz zukunftsfähig bleiben kann“, sagte Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz. „Dass die ZF nun von abrückt, zeigt uns, dass wir auf eine harte Auseinandersetzung zusteuern. Umso wichtiger ist der Rückhalt der Belegschaft, den die Kolleginnen und Kollegen heute eindrucksvoll gezeigt haben.“ 

„Wir werden dieses Verhalten nicht länger hinnehmen“, erklärte Erdal Tahta, Betriebsratsvorsitzender bei ZF Koblenz und Ortsvorstandsmitglied der IG Metall Koblenz. „Anstatt gemeinsam an einem tragfähigen Zielbild für den Standort Koblenz zu arbeiten, gewinnen wir zunehmend den Eindruck, dass es auf der anderen Seite des Verhandlungstisches vor allem nur um Personalabbau und Verlagerungen geht. Diesen Weg werden wir nicht mitgehen.“

Die Beschäftigten stehen hinter ihren Verhandlerinnen und Verhandlern des Betriebsrates und der IG Metall und erwarten eine ernsthafte Perspektive für den Standort Koblenz. Besonders kritisch sehen die Beschäftigten, dass nach ihren Informationen bereits weit fortgeschrittene Verhandlungsergebnisse wieder in Frage gestellt wurden. Dies hat das Vertrauen in einen konstruktiven Verhandlungsverlauf zusätzlich belastet. Die Verhandlungen werden am 21. August und 24. August fortgesetzt.