Aktionstag bei Daimler Truck und Mercedes-Benz GLC Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenarbeit ist unsere stärkste Marke

Mit einer eindrucksvollen Kundgebung setzten die Beschäftigte von Daimler Truck und Mercedes-Benz GLC heute im Rahmen des bundesweiten Aktionstags ein deutliches Zeichen für den Erhalt von Arbeitsplätzen, gute Tarifverträge und eine sozial gerechte Transformation der Industrie.

Aktionstag Daimler und GLC Wörth

21. September 2026 21. September 2026


Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke“ fanden in Mitte über 50 Aktionen statt, bundesweit waren es mehr als 200 Aktionen.

Vor mehreren Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern machten die IG Metall und der Betriebsrat deutlich, dass die Zukunft der Automobil- und Zulieferindustrie nicht durch Standortverlagerungen, Beschäftigungsabbau, Arbeitszeitverlängerungen oder Angriffe auf die Mitbestimmung gesichert werden könne.

„Die Beschäftigten sind nicht das Problem. Sie sind die Lösung“, betonte Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hätten in den vergangenen Jahren enorme Herausforderungen bewältigt – von der Pandemie und Lieferkettenkrisen bis hin zur laufenden Transformation der gesamten Branche. „Das Engagement der Beschäftigten trägt die Unternehmen durch die Krise. Die Beschäftigten erwirtschaften die Gewinne. Sie dürfen jetzt nicht die Rechnung für Fehlentscheidungen und überzogene Renditeerwartungen von Managern und Aktionären bezahlen.“

Scharfe Kritik richtete die Gewerkschaft an Forderungen nach einer Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich. Dies bedeute nichts anderes als eine erhebliche Lohnkürzung zulasten der Beschäftigten. „Drohungen sind keine Zukunftsstrategie. Erfolgreiche Unternehmen investieren in Innovationen, Qualifizierung und gute Arbeitsbedingungen. Wer Mitbestimmung angreift, greift demokratische Rechte im Betrieb an“, so Köhlinger‘ Botschaft an die Arbeitgeber.

Mit Blick auf die tiefgreifenden Veränderungen in der Automobilindustrie betonte die Gewerkschaft ihre Bereitschaft, den Wandel aktiv mitzugestalten. Voraussetzung sei jedoch, dass die Beschäftigten Sicherheit, faire Einkommen und echte Zukunftsaussichten erhalten.

Marc Tinger, Geschäftsführer der IG Metall Landau: „Transformation gelingt nur mit den Beschäftigten. Zum Nulltarif ist der Umbau unserer Wirtschaft mit uns nicht zu haben. Die Menschen dürfen nicht unter die Räder kommen – weder durch längere Arbeitszeiten, noch durch Reallohnverluste oder Standortschließungen.“

Gleichzeitig rief die IG Metall zur Beteiligung an den bundesweiten Protesten der DGB-Gewerkschaften am 26. September auf. Dort solle ein deutliches Zeichen gegen Angriffe auf den Sozialstaat, auf die Rente nach 45 Versicherungsjahren und auf bewährte Modelle des gleitenden Übergangs in den Ruhestand gesetzt werden.

„Unsere Gegner setzen auf Druck. Wir setzen auf Solidarität. Unsere Gegner setzen auf Angst. Wir setzen auf Zusammenhalt. Die Beschäftigten können sich darauf verlassen: IG Metall und Betriebsräte stehen an ihrer Seite“, so Tinger.