Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie haben begonnen 300 Beschäftigte von thyssenkrupp Rasselstein legten in der Nacht für 5% mehr Geld die Arbeit nieder

Andernach – Die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie haben unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht in der Nacht (1.11.) begonnen.

Tarifverhandlungen 2. Runde Bezirk Mitte in Hanau am 28.10.2026.

1. November 2026 1. November 2026


Rund 300 Beschäftigte von thyssenkrupp Rasselstein in Andernach und weitere Gäste aus den umliegenden Betrieben machten um Mitternacht den Anfang und legten zeitweise die Arbeit nieder.

Die Arbeitgeber der Mittelgruppe hatten in der zweiten Tarifverhandlung ein „Minus-Angebot“ vorgelegt das die IG Metall strikt zurückgewiesen hat. „Die Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitut bieten einen positiveren Ausblick. Die Arbeitgeber wollen davon nichts wissen und sehen die Beschäftigten als reine Kostenfaktoren. Das ‚Minus-Angebot‘ hat in den Belegschaften die Wut darüber noch verstärkt. Der Mitternachtswarnstreik bei thyssenkrupp Rasselstein ist lediglich der Auftakt einer massiven Warnstreikphase,“ kündigte Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte, in seiner Rede vor dem Werkstor von thyssenkrupp Rasselstein in der Nacht an.

Markus Eulenbach, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neuwied, betonte: „Wieder einmal haben es die Arbeitgeber in ihrem Angebot nicht geschafft, den Respekt gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Ausdruck zu bringen. Wir erwarten hier ein deutliches Entgegenkommen, um die Kaufkraft der Beschäftigten nachhaltig zu steigern. Nur so lässt sich eine spürbare Unterstützung für unsere Wirtschaft erreichen.“

Marc Winter, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Neuwied und Betriebsratsvorsitzender bei thyssenkrupp Rasselstein, sagte: „Neben der völlig berechtigten Forderung von 5 Prozent Lohnerhöhung für zwölf Monate ist natürlich auch die Sicherheit unserer Arbeitsplätze und die Zukunftsperspektive von Bedeutung.“

Nach dem nächtlichen Auftakt in Rheinland-Pfalz folgen in den nächsten Tagen weitere Warnstreiks im Tarifgebiet der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland) und Thüringens. Darüber haben wir bereits informiert.