Aus den Regionen: GS Darmstadt Freiwilligenprogramm, Interessenausgleich und Sozialplan für BorgWarner BTC steht

Nach intensiven und teils harten Verhandlungen gibt es nun auch für den Entwicklungsbereich von BorgWarner, das Battery Technology Center (BTC), einen entscheidenden Durchbruch: Ein Freiwilligenprogramm und ein Interessenausgleich und Sozialplan wurde abgeschlossen.

Warnstreik am 15. Oktober 2021 der IG Metall Oldenburg/Wilhelmshaven bei Berry Bramlage GmbH am Unternehmenssitz in Lohne.


Damit konnten die Beschäftigten, ihr Betriebsrat und die IG Metall erneut zeigen, dass sie dem massiven Stellenabbau nicht tatenlos zusehen. 

Noch vor wenigen Monaten hatte das Unternehmen drastische Einschnitte angekündigt. Im Engineering-Bereich sollten ursprünglich rund 40 Prozent der Arbeitsplätze gestrichen werden. Nun sollen noch ca. 70 das Unternehmen verlassen. Bereits im Produktionsbereich war es zuvor gelungen, den geplanten Kahlschlag deutlich zu reduzieren: Statt eines noch deutlich höheren Abbaus sollen nun etwa 90 Beschäftigte gehen. 

„Wir haben den Kahlschlag gestoppt“ 

Für den Betriebsrat ist die Einigung ein klarer Erfolg der Belegschaft. „Wir konnten den Kahlschlag stoppen, den Umfang spürbar reduziert und für die Betroffenen Mitarbeitenden ein angemessenes Freiwilligenprogramm abschließen“, erklärt der Betriebsratsvorsitzende des BTC, Michael Meisterburg. „Ohne den kollektiven Druck der Beschäftigten und die Unterstützung der IG Metall wäre das so nicht möglich gewesen.“ Die abgeschlossenen Vereinbarungen sollen die wirtschaftlichen Folgen für die Betroffenen abmildern, z.B.: durch die Überteilung in eine Transfergesellschaft mit Laufzeiten bis zu 12 Monaten, Aufstockung des Transfergeld und Abfindungen. „Wichtig ist: Niemand wird hier einfach fallen gelassen“, so Meisterburg weiter. „Wir haben klare Leitplanken eingezogen, die den Kolleginnen und Kollegen Sicherheit geben.“

IG Metall: „Es geht um mehr als einzelne Stellen“ 

Auch die IG Metall sieht in der Einigung einen wichtigen Erfolg – aber gleichzeitig nur einen Zwischenschritt. „Wir konnten den Stellenabbau deutlich reduzieren. Das ist das klare Ergebnis konsequenter Interessenvertretung“, betont Tom Kehrbaum, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Darmstadt. „Aber wir sind noch lange nicht am Ziel.“ Der Konflikt gehe weit über das einzelne Unternehmen hinaus: „Hier entscheidet sich, ob Schlüsseltechnologie in Deutschland bleibt oder aufgegeben wird. Es geht um Industriearbeitsplätze, Innovation und um Wertschöpfung – und um unsere Technologie-Unabhängigkeit in wichtigen Zukunftsfeldern.“ 

Technologie aus Darmstadt darf nicht verloren gehen 

Die Belegschaft verweist darauf, dass die Batterietechnologie in Darmstadt eine besondere Geschichte hat: Sie entstand aus der Forschung der TU Darmstadt und entwickelte sich zu einem europäischen Vorzeigeprojekt. Gerade deshalb trifft der Stellenabbau auf entschlossenen Widerstand. „Wir reden hier nicht über irgendeinen Standort“, sagt Meisterburg. „Wir reden über Technologie, die hier in der Region entstanden ist – mit Know-how unserer Kolleginnen und Kollegen. Das darf nicht einfach abgewickelt werden.“ 

Neue Perspektiven statt Rückzug 

Betriebsrat und IG Metall fordern deshalb eine klare Zukunftsstrategie: Erschließung neuer Anwendungsfelder für Batteriesysteme, breitere Kundenbasis, Investitionen in Forschung und Entwicklung und neue Projekte zur Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten der Technologie. Gerade in der Daseinsvorsorge gibt es viele Möglichkeiten die Batteriesysteme von BorgWarner Akasol und BTC einzusetzen. Es geht um die langfristige Sicherung von Produktion und Engineering am Standort.

„Dieser Kampf geht weiter“ 

Für die IG Metall ist klar: Der erzielte Abschluss ist ein Erfolg – aber kein Endpunkt. „Wir haben gezeigt, wie stark Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall gemeinsam sind“, sagt Kehrbaum. „Und genau diese Stärke werden wir weiter einsetzen.“ Die Botschaft ist eindeutig: Die Beschäftigten haben den Abbau gebremst – jetzt kämpfen sie für die Zukunft. Für die Region Südhessen und letztendlich auch für eine eigenständige europäische Batterietechnologie.

Aktuelles aus dem Bezirk Mitte
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Mit einem dritten Warnstreik haben die Beschäftigten der Betonstahl Lampertheim GmbH heute ihren Forderungen nach einer fairen tariflichen Lösung Nachdruck verliehen.

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Wittlich, Donnerstag der 2.07.2026 – Die Beschäftigten des MAN-Standorts Wittlich haben sich am heutigen bundesweiten Aktionstag der IG Metall beteiligt.

Warnstreik in Herford am 14.10.21 anlässlich der Tarifrunde Holz- und Kunststoff 2021

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Heute treffen wir uns mit der der Kelvion Brazed PHE GmbH zur dritten Verhandlungsrunde, um die sozialen Härten der Werksschließung in Wilchwitz abzumildern. Mit der fünften Warnstreikwelle wird der Betrieb über alle Schichten und Bereiche für drei Stunden lahmgelegt.

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Großes Interesse und deutliche Kritik prägten die beiden Mitgliederversammlungen am 7. Juli 2026. Der Unmut über den Kurs des Arbeitgebers wächst spürbar.

Betonstahl_Warnstreik_01

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Auch beim zweiten Warnstreik bei Betonstahl Lampertheim haben die Beschäftigten ein klares Zeichen gesetzt.

2026-07-09_Protestaktion-VW-Baunatal

Vereint für unsere Zukunft kämpfen Bundesweite Protestaktionen der IG Metall-Vertrauensleute und Betriebsräte im VW-Konzern

Unter dem Motto „Vereint für unsere Zukunft kämpfen" haben Vertrauensleute und Betriebsräte der IG Metall an allen Standorten des Volkswagen-Konzerns in ganz Deutschland ein gemeinsames Zeichen gegen vorstandsgetriebene Debatten um Werksschließungen und Job-Kahlschlag gesetzt.

Fahne "Gemeinsam für ein Gutes Leben"

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Nach intensiven Verhandlungen haben sich Betriebsrat und Arbeitgeber bei audifon auf einen Interessenausgleich und Sozialplan verständigt, das am vergangenen Freitag der Belegschaft vorgestellt wurde. Die Erwartungen unter den Beschäftigten waren zuvor niedrig – insbesondere nach dem ursprünglich

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„Jetzt reicht’s!“ 33.000 Mercedes-Benz-Beschäftigte fordern Zukunfts-Bekenntnis

IG Metall startet Protestwelle bei Autoherstellern und Zulieferern. Beschäftigte kritisieren Rendite-Politik und geplanten Rechte-Abbau der Konzernführung.

Zukunft statt Kahlschlag in den Betrieben. Offensive Politik für die Industrie. Soziale Sicherheit im Wandel.

Die neue metall ist da Sozialkürzungen schaffen keine Arbeitsplätze

Der Sozialstaat steht wieder unter Beschuss. Kaum entstehen wirtschaftliche oder gesellschaftliche Herausforderungen, folgen Forderungen aus Politik und Arbeitgeberverbänden: länger arbeiten, Leistungen kürzen, soziale Sicherungssysteme beschneiden. Warum das in die falsche Richtung führt.

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Zu heutigen Medienberichten Gemeinsame Stellungnahme von IG Metall und Volkswagen-Betriebsrat

Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG und Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, äußern sich in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Landeshaus in Wiesbaden

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Im Rahmen des Gießerei-Dialogs Hessen hat sich Staatssekretär Dr. Johannes Loheide heute Vertreterinnen und Vertreter der hessischen Gießerei-Industrie, der IG Metall, des Bundesver-bands der deutschen Gießerei-Industrie, Betriebsräte und Unternehmensleitungen getroffen.