Aus den Regionen: GS Jena-Saalfeld und Gera Kelvion-Streikende besuchen Schwesterwerk in Niedersachsen

Solidarität bei Kelvion: Streikende aus dem Werk Wilchwitz besuchten heute ihre Kolleginnen und Kollegen in Sarstedt. Mit einer Aktion zum Schichtwechsel unterstützten die Beschäftigten des Schwesterwerks die Forderung nach einem Sozialtarifvertrag angesichts der geplanten Werksschließung.

Sie haben Aufträge bis nächstes Jahr, sind profitabel – und dennoch will Kelvion die Produktion von Wärmetauschern in Wilchwitz (Thüringen) wegverlagern. Dahinter steckt der US-Finanzinvestor Apollo. Nach vier Verhandlungen und fünf Warnstreiks sind die 300 Beschäftigten seit 4. August im Streik.

13. August 2026 13. August 2026


„Den Entschluss, das Schwesterwerk in Thüringen zu schließen, bedauern wir sehr. Dass an unserem Standort in Sarstedt investiert werden soll, während der andere trotz guter Auftragslage und Profitabilität geschlossen wird, lässt hier niemanden kalt. In der Vergangenheit hat sich gerade gezeigt, wie sehr wir von der Kollegialität, Qualität und Produktivität in Thüringen profitiert haben. Wir verstehen nicht, warum ein Standbein des bisherigen und heutigen Erfolgs nun weggeschlagen werden soll“, so Gewerkschaftssekretär Stephan Marquardt von der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim.

„Unsere Kelvion-Delegation ist am zehnten Tag des unbefristeten Streiks gerne der Einladung unserer Kolleginnen und Kollegen gefolgt. Der eindrucksvolle Schichtwechsel und die solidarische Unterstützung zeigen: Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren. Wenn das Kelvion-Management mit seiner desaströsen Verhandlungsverweigerung für Stillstand sorgt, muss es sich auch für die daraus entstehenden Verzögerungen und die wachsende Verunsicherung auf Kundenseite verantworten“, so Gewerkschaftssekretär Tom Knedlhanz in der IG Metall Gera.


Solidarität bei Kelvion