Die neue metall ist da! Aktionsmonat September: Wir wehren uns gegen Arbeitsplatz- und Sozialabbau!

Die Lage der Beschäftigten erfordert klaren Protest, deshalb erklären wir den September zum Aktionsmonat.

Beschäftigte machen während der Metall-Tarifrunde 2024 mit Warnstreiks Druck für ihre Forderung

1. September 2026 1. September 2026


Die Lage der Beschäftigten erfordert klaren Protest. Deshalb / erklären wir den September zum Aktionsmonat. Politik und Arbeitgeber scheinen den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Land den Kampf angesagt zu haben. Teile der regierenden Parteien trauen sich wieder, die Beschäftigten als faul darzustellen. Sie wollen den 8-Stunden-Tag abschaffen, ziehen gegen die Altersteilzeit zu Felde und haben bereits umfangreiche Kürzungen im Gesundheitsbereich angekündigt. Dagegen wehren wir uns! Die IG Metall und alle DGB-Gewerkschaften rufen deshalb am 26. September zum Aktionstag gegen den Sozialabbau auf. In Mitte findet dieser in Erfurt, Frankfurt am Main und Saarbrücken statt.

Die Arbeitgeber, die jahrelang Innovationen verschlafen haben, ergreifen angesichts einer wirtschaftlich schwierigen Lage nur einen Weg: Arbeitsplätze massenhaft verlagern oder abbauen. Gleichzeitig wollen sie die 35-Stunden-Woche abschaffen. Aumovio oder Mercedes sind da nur zwei Beispiele. Es geht ihnen darum, die Rendite zu halten bzw. zu steigern. Auch bei Volkswagen oder Zulieferern, wie Bosch oder ZF sollen eine Vielzahl von Arbeitsplätzen gestrichen werden. Dagegen wehren wir uns mit allen Mitteln und rufen alle Metallerinnen und Metaller auf, am 21. September vor den Werkstoren ein starkes Zeichen gegen den geplanten Kahlschlag zu setzen. Es geht um unsere Arbeitsplätze und unseren Industriestandort, der die Basis unseres Sozialstaates ist.

Das ist die Ausgangsituation für die im Herbst anstehende Tarifbewegung der rund 370.000 Beschäftigten in Mitte. Die Debatte über die Forderung wurde im Juni eröffnet, noch bis zum 28. August können sich die Mitglieder der IG Metall daran beteiligen. Am 8. September berät die IG Metall-Tarifkommission und am 22. September wird die Forderung beschlossen. Im Oktober wird die IG Metall Mitte erstmals mit den Arbeitgebern der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) und separat mit dem Arbeitgeberverband in Thüringen verhandeln. Die Friedenspflicht endet am 31. Oktober. Sollte bis dahin keine Einigung erzielt werden, sind ab dem 1. November 2026 Warnstreiks möglich.

Für Jörg Köhlinger, IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer in Mitte, ist klar: „Die Tarifrunde hat es in sich. Es wird harte Konflikte geben. Wir werden uns ein gutes Ergebnis erkämpfen müssen!“

 

Diesen und weitere Beiträge findet ihr in der aktuellen Ausgabe der metall (09/10 2026).