M+E-Tarifbewegung 2026 Beschäftigte erwarten mehr Geld und Sicherheit

Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Mitte erwarten bei den Tarifverhandlungen ab Oktober einen Ausgleich für die deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten in den vergangenen Monaten sowie verlässliche Beschäftigungsbedingungen.

Ansprachewochen Befragung M+E Tarifrunde Juni 2026

10. September 2026 10. September 2026


Das ergibt eine Befragung der IG Metall Mitte von knapp 40.000 Beschäftigten aus 318 Betrieben.

Entgelt, Beschäftigungssicherung und soziale Sicherheit stehen für die Beschäftigten ganz oben auf der Agenda. Mit Blick auf ihre Einkommen erwarten die Beschäftigten mehrheitlich eine Entgelterhöhung: 35 Prozent erwarten eine kräftige und 47,8 Prozent eine moderate Entgelterhöhung. Die größten Sorgen bereiten den Beschäftigten die gestiegenen Kosten für ihren Lebensunterhalt, ihre Gesundheit und ihre Altersversorgung sowie die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes.


Logo Tarifbewegung 2026

Die wirtschaftliche Lage ihrer Unternehmen bewerten die Befragten dabei unterschiedlich: Nahezu die Hälfte bezeichnet die Situation im eigenen Betrieb als sehr gut (11,5 Prozent) oder als gut (33,7 Prozent), von 33,9 Prozent wird die Lage als herausfordernd beschrieben. Rund 20 Prozent schätzen die Lage als schlecht oder sehr schlecht ein.

„Die Debatten in den Tarifkommissionen und die Beschäftigtenbefragung in unserm Bezirk zeigen ein eindeutiges Bild: Die Metallerinnen und Metaller erwarten eine Entgelterhöhung und Sicherheit in einer für sie herausfordernden Zeit. Sollten die Arbeitgeber an ihrer Klassenkampfrhetorik auch in den Tarifverhandlungen im Oktober festhalten, droht ein massiver Konflikt, kündigte Jörg Köhlinger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Mitte, an.

Die Befragung ist Teil der Vorbereitung auf die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Bundesweit nahmen an der Befragung über eine Viertel Million Beschäftigte teil. Am 22. September werden die Tarifkommissionen für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Mitte die Tarifforderung beschließen. Am 23. September entscheidet der IG Metall-Vorstand abschließend. Die Friedenspflicht endet am 31. Oktober.

Am 9. Oktober findet die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland (Mittelgruppe) in Frankfurt am Main statt. Mit den Arbeitgebern in Thüringen verhandelt die IG Metall Mitte am 12. Oktober in Erfurt.