Aus den Regionen: GS Nordhessen 300 Beschäftigte protestieren gegen Verkauf des Alstom-Werks

Rund 300 Beschäftigte und Unterstützer*innen haben am 3. September vor dem Alstom-Werk im Industriepark Mittelfeld gegen den geplanten Verkauf des Unternehmens protestiert. Die Kundgebung begann um fünf vor zwölf.

Kundgebung Alstom Kassel

3. September 2026 3. September 2026


Im Mittelpunkt standen die Pläne zur Zukunft des Kasseler Standorts und die mangelhafte Kommunikation des Managements. So erfuhren Gewerkschaft, Betriebsrat und Beschäftigte durch Presseberichte von den Verkaufsabsichten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten von Alstom, die Beschäftigten und ihre Interessenvertretung in die weiteren Entscheidungen über die Zukunft des Werks einzubeziehen. Für die Belegschaft geht es um die Sicherung der rund 900 Arbeitsplätze und die Zukunft des traditionsreichen Lokomotivbaus in Kassel.

 

»Menschen haben sich zum Lokbau bekannt«

Bei der Kundgebung sprachen unter anderem der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel, sowie der Vorsitzende des Alstom-Betriebsrats, Markus Hohmann. Beide machten die Bedeutung des Standorts für die Beschäftigten und die Region deutlich und kritisierten, dass über die Zukunft des Werks nicht ohne die Belegschaft entschieden werden dürfe. „Die Menschen haben sich klar zum Lokbau bekannt“, sagte Hohmann. „Jetzt muss man dem Lokbau genauso eine Perspektive geben, wie den Menschen.“

Mit der Kundgebung setzte die Belegschaft ein deutliches Zeichen des Zusammenhalts. Die IG Metall will den weiteren Prozess eng begleiten und sich für den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen.